AG Hutloff

Autoimmunität - ein Verständnisproblem zwischen T- und B-Zellen

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Chronische Immunreaktionen

Zwei Arten von Immunzellen, die T- und B-Zellen, sind bei der Abwehr von Infektionserregern unverzichtbar. Sie sind allerdings auch verantwortlich für die Autoimmunität, bei der das Immunsystem sich gegen den eigenen Körper richtet. Im Verlauf einer Immunreaktion kommunizieren T- und B-Zellen auf komplexe Weise miteinander. So differenzieren sich B-Zellen beispielsweise nur aufgrund von Signalen, die eine Untergruppe der T-Zellen, die sogenannten Follikulären T-Helfer-(Tfh-)Zellen, aussendet. Ohne diese Tfh-Zellen können sich weder Gedächtnis-B-Zellen noch Plasmazellen bilden. Plasmazellen wiederum produzieren Antikörper, die den Körper normalerweise vor Krankheitserregern schützen, die aber auch Autoimmunerkrankungen auslösen können.
Angesichts der zentralen Rolle von Tfh-Zellen will unsere Arbeitsgruppe herausfinden, wie diese Zellen entstehen, wie sie ihr Überleben sichern und wie es dabei zu einer Autoimmunität kommen kann. Wir konzentrieren uns auf bestimmte Rezeptoren, sogenannte Kostimulatoren, die T-Zellen auf dem schmalen Grat zwischen gezielter Vernichtung eines Krankheitserregers und Überreaktion leiten. Fehlt die Kostimulation, kann es zu einem schweren Immunversagen kommen. Umgekehrt führt ein Übermaß an Kostimulation immer wieder zu überschießenden Immunreaktionen – beispielsweise in Form einer Autoimmunität oder einer Allergie. Kostimulatorische Rezeptoren befinden sich auf den Oberflächen von Zellen und lassen sich leicht durch Wirkstoffe auf der Basis monoklonaler Antikörper blockieren, was sie zu einem attraktiven Ansatzpunkt für neue Therapien macht.

Dr. Andreas Hutloff:

In einem zweiten Arbeitsschwerpunkt untersuchen wir das Zusammenwirken von T- und B-Zellen in entzündeten Geweben.

In einem zweiten Arbeitsschwerpunkt untersuchen wir das Zusammenwirken von T- und B-Zellen in entzündeten Geweben. Die betroffenen Stellen enthalten oft eine Vielzahl antigenspezifischer T- und B-Zellen. Diese tragen durch die Produktion von Botenstoffen und Antikörpern wesentlich zum Krankheitsgeschehen bei. In unserer Forschung konnten wir zeigen, dass eine den Tfh-Zellen ähnliche Zellart im entzündeten Gewebe direkt die Entstehung von Plasmazellen unterstützt. Mit Blick auf die Behandlung von Autoimmunerkrankungen ist diese Erkenntnis von großer Bedeutung.

Gruppenleiter
    Dr. rer. nat. Andreas Hutloff

Dr. rer. nat. Andreas Hutloff

Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin
Chronische Immunreaktion
Charitéplatz 1
10117 Berlin

Tel. +49 (0)30 28460-792
Fax +49 (0)30 28460-603
hutloff@drfz.de

Stichworte
T-Zell/B-Zell-Interaktion
T-Zell-Kostimulation
Follikuläre T-Helferzellen
Chronische Entzündung
Interstitielle Lungenerkrankungen

Liaisongruppe
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Prof. Daniel H. Conrad, School of Medicine, Virginia Commonwealth University, Richmond, USA

Dr. Ashraful Haque, QIMR Berghofer Medical Research Institute, Herston, Australien.

PD Dr. Guido Heine, Prof. Dr. Margitta Worm, Med. Klinik m.S. Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Charité Universitätsmedizin, Berlin, Deutschland.

Prof. Dr. Hans-Martin Jäck, Friedrich-Alexander Universität, Molekulare Immunologie, Erlangen, Deutschland.

Prof. Dr. Richard Kroczek, Dr. Hans-Werner Mages, Robert Koch-Institut, Immunologische Abwehrmechanismen, Berlin, Deutschland.

Prof. Dr. Leif-Erik Sander, Med. Klinik m.S. Infektiologie und Pneumologie, Charité Universitätsmedizin, Berlin, Deutschland.

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Dr. Andreas Hutloff

Doktoranden:
Laura Bauer (M.Sc.)
Josefine Graffunder (M.Sc.)
Julia Kuhrau (M.Sc.)
Annette Lahmann (Dipl. )
Josephine Scholz (M.Sc.) (AG Worm)

Doktoranden MD:
Lisa Jasmin Müller

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Prof. Daniel H. Conrad, School of Medicine, Virginia Commonwealth University, Richmond, USA

Dr. Ashraful Haque, QIMR Berghofer Medical Research Institute, Herston, Australien.

PD Dr. Guido Heine, Prof. Dr. Margitta Worm, Med. Klinik m.S. Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Charité Universitätsmedizin, Berlin, Deutschland.

Prof. Dr. Hans-Martin Jäck, Friedrich-Alexander Universität, Molekulare Immunologie, Erlangen, Deutschland.

Prof. Dr. Richard Kroczek, Dr. Hans-Werner Mages, Robert Koch-Institut, Immunologische Abwehrmechanismen, Berlin, Deutschland.

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Ugolini M, Gerhard J, Burkert S, Jensen KJ, Volkers S, Ebner F, Georg P, Thada S, Dietert K, Bauer L,  Schäfer A,  Helbig ET, Opitz B, Kurth F, Sur S, Dittrich N, Gaddam S, J. Blander M, Benn CS, Blohm U, Gruber AD, Hutloff A, Hartmann S, Boekschoten M, Müller M, Jungersen G, Schumann RR, Suttorp N,  Sander LE. Recognition of microbial viability via TLR8 promotes T follicular helper cell differentiation and vaccine responses. Nat Immunol (2018) 19:386-396.

Hutloff A, Lahmann A. Control of T Follicular Helper Cell Function and Fate. In: Helper T Cells – Types, Functions and New Research. Nova Science Publishers, New York (2018) 1-36.

Lownik JC, Luker AJ, Damle SR, Cooley LF, El Sayed R, Hutloff A, Pitzalis C, Martin RK, El Shikh MEM, Conrad DH. ADAM10-Mediated ICOS Ligand Shedding on B Cells Is Necessary for Proper T Cell ICOS Regulation and T Follicular Helper Responses. J Immunol (2017) 199: 2305-2315.

Fuhrmann F, Lischke T, Gross F, Scheel T, Bauer L, Kalim KW, Radbruch A, Herzel H, Hutloff A, Baumgrass R. Adequate immune response ensured by binary IL-2 and graded CD25 expression in a murine transfer model. eLife (2016) 5: e20616

Vu Van D, Beier KC, Pietzke LJ, Al Baz MS, Feist RK, Gurka S, Hamelmann E, Kroczek RA, Hutloff A. Local T/B cooperation in inflamed tissues is supported by T follicular helper-like cells. Nat Commun (2016) 7:10875.

Vu Van D, Bauer L, Kroczek RA, Hutloff A. ICOS costimulation differentially affects T cells in secondary lymphoid organs and inflamed tissues. Am J Respir Cell Mol Biol (2018) in press.

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2017-2021: DFG TRR 130, Germinal center-like B cells in inflamed tissues.

2016-2019: DFG HU 1294/7-1, Molecular regulation of T follicular helper cell maintenance.

2015-2017: Fritz-Thyssen-Stiftung, ICOS as target for elimination of tissue-resident follicular helper-like T cells.

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