Startseite Forschung Forschungspreise Forschungsprojekt “Fatigue – ein wenig beachtetes Syndrom bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen”

Forschungsprojekt “Fatigue – ein wenig beachtetes Syndrom bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen”

Forschungsförderung der Deutschen Rheuma-Liga Bundesverband e.V.
Ausschreibungsschwerpunkt 2019

Hintergrund

Die Fatigue oder das Fatigue-Syndrom ist gekennzeichnet durch Müdigkeit, Abgeschlagenheit, mangelnde Energiereserven oder ein massiv erhöhtes Ruhebedürfnis, das absolut unverhältnismäßig zu vorausgegangenen Aktivitäten ist. Die Fatigue ist eine krankhafte Erschöpfung, die sich nicht durch normale Erholungsmaßnahmen beheben lässt oder den Betroffenen durch Schlaf nicht effektiv regenerieren lässt. Die Symptome haben keinen vorübergehenden Charakter. Neben Schmerz reduziert die Fatigue die Lebensqualität stärker als beispielsweise die Gelenkschwellung bei Betroffenen mit rheumatoider Arthritis.

Welche Forschungsfragen beinhaltet die Ausschreibung zum Thema „Fatigue – ein wenig beachtetes Syndrom bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen“?

Forschungsvorhaben, die eine oder mehrere der folgenden Forschungsfragen bearbeiten, können im Rahmen der Ausschreibung gefördert werden:

Entwicklung von praxisrelevanten und evidenzbasierten Diagnosekriterien der Fatigue (ggf. inkl. unterschiedlicher Stadien) mit ambulant umsetzbaren Handlungsvorschlägen für Ärzte und Betroffene. Abgrenzung von ähnlichen Erkrankungen.

  • Identifikation von Risikofaktoren zur Entwicklung einer Fatigue
  • Therapieansätze (medikamentöse Therapien, nicht-medikamentöse Therapien, Ernährung / Nahrungsergänzung)
  • Einbettung der Fatigue-Behandlung in Rehabilitationsmaßnahmen

Der Forschungsansatz der „Partizipativen Forschung“ im Projekt

2013 hat der Bundesverband der Deutschen Rheuma-Liga den Forschungsansatz der „Partizipativen Forschung“ als Grundlage für die Förderung von ausgeschriebenen Forschungsprojekten in den Vergaberichtlinien verankert (www.rheuma-liga.de/forschung; Punkt 5).

Die (möglichst frühe) Einbindung von mindestens zwei gleichberechtigten Patientenvertretern („Forschungspartnern“) ist somit eine der Voraussetzungen für eine Förderung. Bei der Vermittlung von Forschungspartnern ist die Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V. gerne behilflich.

Wie sollen die Forschungsanträge strukturiert sein?

Die Anforderungen an die Struktur der Projektanträge sind in den Kriterien für Forschungsförderung unter Punkt 7 festgehalten (unter: www.rheuma-liga.de/forschung). Zusätzlich muss die Projektbeschreibung auf die potentielle Verstetigung bzw. Nachhaltigkeit der Projektidee und die geplante Umsetzung des partizipativen Forschungsansatzes eingehen. Die Relevanz der Forschungsvorhaben für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen muss im Antrag deutlich herausgestellt werden.

Wie hoch ist der Förderrahmen?

Das maximale Gesamtvolumen der Ausschreibung beträgt 200.000 Euro. In diesem Rahmen kann die Rheuma-Liga ein oder mehrere Forschungsvorhaben dieses Ausschreibungsschwerpunktes fördern.

Wer entscheidet über die Bewilligung eines Antrags?

Die Anträge werden zur Begutachtung dem Kuratorium Forschungsförderung und dem Ausschuss Forschung vorgelegt. Beide Gremien geben ein gemeinsames Votum ab. Die letzte Entscheidung fällt der Vorstand des Bundesverbandes der Deutschen Rheuma-Liga.

Was erwartet die Rheuma-Liga bei der Bewilligung eines Forschungsprojekts?

Mit der Annahme der bewilligten Mittel werden die allgemeinen Förderbedingungen der Deutschen Rheuma-Liga anerkannt.

Haben Sie Fragen zur Ausschreibung?

Kontakt: Dr. Jürgen Clausen, Referent Forschung,
bv.clausen@rheuma-liga.de

Ihre Anträge richten Sie bitte an:

Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.
z. Hd. Herrn Dr. Jürgen Clausen
Maximilianstraße 14
53111 Bonn
oder als PDF an bv.clausen@rheuma-liga.de
Einreichungsfrist: 23. Juni 2019

Wir fördern Fortschritt:
Die Rheuma-Liga engagiert sich aktiv in der Förderung von Forschung.

Sie hat gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie die undefinedRheumastiftung ins Leben gerufen und fördert darüber hinaus Forschungsprojekte im Rahmen konkreter Ausschreibungen, z.B. aktuell zum Thema Rheuma und Alter.

Dank mehrerer Erbschaften ist die Deutsche Rheuma-Liga in der Lage, unter verschiedenen Themenstellungen Forschungsarbeiten zu unterstützen, die eine praktische Relevanz für die Arbeit der Rheuma-Liga haben und qualifizierte und unabhängige Forschungsergebnisse erwarten lassen.

Bisher wurden folgende undefinedProjekte (Stand Februar 2016) gefördert.

Grundlage für eine Antragstellung sind die undefinedKriterien (Stand September 2016) für Forschungsförderung der Deutschen Rheuma Liga Bundesverband e.V.

Die Anträge werden durch ein vom Vorstand der Deutschen Rheuma-Liga bestelltes undefinedKuratorium Forschungsförderung (bestehend seit 1999) und den “undefinedAusschuss Forschung” (früher Patientenbeirat Forschung, gegründet 2004, erweitert 2009) ) begutachtet. Auf Basis der Gutachten vergibt der Vorstand die Fördermittel.

Bei Fragen wenden Sie sich an Herrn Dr. Clausen,
undefinedbv.clausen@rheuma-liga.de.

https://www.rheuma-liga.de/forschung/