AG Zink

Gesundheitsversorgung und Lebensqualität rheumakranker Menschen verbessern

Einleitung
Mitarbeitende
Kooperationen
Aktuelle Publikationen

Versorgungsforschung

Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen geht es heute wesentlich besser als früher. Weitere Fortschritte sind möglich – durch gezielte Maßnahmen im Versorgungssystem.

Wie gut sind Patienten mit entzündlich-rheumatischen Krankheiten in Deutschland versorgt? Welche Lücken gibt es im Versorgungssystem? Dies sind Fragen, denen sich die Versorgungsforschung widmet.

Unsere Arbeitsgruppe ist für die seit 1993 bestehende bundesweite Kerndokumentation der Regionalen Kooperativen Rheumazentren verantwortlich. Jedes Jahr werden Daten von ca. 13.000 Patienten mit entzündlich-rheumatischen Krankheiten erfasst. Anhand dieser Langzeitdokumentation können wir beobachten, wie neue Therapien und Änderungen der ärztlichen Leitlinien die Routineversorgung erreichen. Auch Versorgungsdefizite in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht und Sozialstatus lassen sich so erkennen. Darüber hinaus werden Versorgungsunterschiede auf der Ebene einzelner Kliniken und Praxen sichtbar. Viele teilnehmende Einrichtungen nutzen die Dokumentation zur internen Qualitätssicherung, indem sie ihre Ergebnisse mit denen anderer dokumentierender Zentren vergleichen.

In 2020 wird die Kerndokumentation auf die neue Dokumentationsplattform RheMIT des Berufsverbandes Deutscher Rheumatologen (BDRh) umgestellt. RheMIT ermöglicht eine einheitliche elektronische Erfassung für verschiede Forschungsvorhaben. Sobald die Umstellung erfolgt ist, können neue Einrichtungen für die Teilnahme an der Kerndokumentation aufgenommen werden. Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte unter kerndokumentation@drfz.de.

Ausgewählte Ergebnisse
Kerndokumentation 2018

Informationen für Patienten
Informationsfaltblatt

In Kooperation mit der BARMER Krankenversicherung untersuchen wir Krankenkassendaten von Versicherten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Dies ermöglicht einen Einblick in die Versorgungsqualität von Rheuma-Erkrankten, unabhängig davon, ob sie von einem Rheumatologen betreut werden. Das Forschungsvorhaben wird von der Stiftung Wolfgang Schulze der Rheuma-Liga Berlin unterstützt.

Im Mai 2020 ist ein neuer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderter Forschungsverbund TARISMA (Targeted Risk Management in Musculoskeletal Diseases) gestartet. Wir werden untersuchen, welche Begleiterkrankungen bei Personen mit rheumatischen Erkrankungen häufig auftreten, wie sich dies von alters- und geschlechtsgleichen Personen in der Normalbevölkerung unterscheidet und welche Medikamente Rheuma-Betroffene zusätzlich zu ihrer Rheuma-Medikation verordnet bekommen.

Auch in der muskuloskeletalen Arbeitsgruppe der NAKO Gesundheitsstudie gilt unser Augenmerk den Begleiterkrankungen bei Personen mit rheumatischen Erkrankungen. Derzeit werden Daten der ersten 100.000 Probanden ausgewertet.

Das BMBF-geförderte Verbundprojekt PROCLAIR (2015-2019) wurde von unserer Arbeitsgruppe koordiniert. In Zusammenarbeit mit den Universitäten Oldenburg und Dresden, der Charité Berlin und der BARMER wurden Versicherte mit rheumatoider Arthritis, ankylosierender Spondylitis und Arthrosen zu ihren Beschwerden befragt. Anschließend wurden die Angaben mit Abrechnungsdaten zur Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen verknüpft. Publikationen

Im BMBF-geförderten Verbundprojekt METARTHROS (2015-2018)  untersuchten wir im Rahmen eines Teilprojektes den Einfluss von Übergewicht und Diabetes auf den Verlauf von rheumatoider Arthritis und juveniler idiopathischer Arthritis. Hierzu haben wir die Daten verschiedener Kohorten unseres Programmbereichs ausgewertet.

Mit Daten aus der Früharthritis-Kohorte CAPEA untersuchen wir den Zusammenhang zwischen klinischem Verlauf der RA und einer Parodontitis bzw. Zahnverlust. Ob spezifische Autoantikörper die Frühdiagnose einer Arthritis verbessern können, wird in Zusammenarbeit mit der Universität Düsseldorf untersucht.

Versorgungsforschung Prof. Dr. Angela Zink Tel +49 (0)30 28460-622 zink@drfz.de Zur Person
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Gruppenleiterin
N.N.

Stellvertretende Gruppenleiterin
Dr. med. Katinka Albrecht

Wissenschaftlerin
Dr. rer. medic. Johanna Callhoff

Medizinische Dokumentare
Dipl.-Soz. tech. Gregor Förster
Dipl.-Soz. tech. Katja Thiele

Forschungsassistenz
Sabine Achtelstetter

Weiter zu Kooperationen
  • Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh)
  • Deutsche Rheuma-Liga (DRL)
  • Prof. Dr. med. Tobias Alexander, Berlin
  • Prof. Dr. med. Rieke H. E. Alten, Berlin
  • Prof. Dr. med. Martin Aringer, Dresden
  • Dr. med. Thorsten Eidner, Jena
  • Prof. Dr. med. Peter Härle, Mainz
  • Prof. Dr. med. Jörg Henes, Tübingen
  • Dres. med. Ulrich von Hinüber und Bettina Linhart, Hildesheim
  • Dr. med. Guido Hoese, Stadthagen
  • Dr. med. Kirsten Karberg, Berlin
  • Dres. med. Stefan Kleinert und Florian Schuch, Erlangen
  • Prof. Dr. med. Andreas Krause, Berlin
  • Dr. med. Wolfgang Ochs, Bayreuth
  • Prof. Dr. med. Jutta Richter, Düsseldorf
  • Dr. med. Susanna Späthling-Mestekemper, München
  • Dres. med. Siegfried Wassenberg, Ralf Weier und Benjamin Köhler, Ratingen
Weiter zu Aktuelle Publikationen
  • Thiele K, Callhoff J, Eidner T, Hoese G, Karberg K, Wassenberg S, Zink A, Albrecht K. Welche Patienten mit rheumatoider Arthritis erhalten keine DMARD-Therapie? Eine Analyse von Daten der Kerndokumentation. Z Rheumatol. 2019 Sep 11. https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00393-019-00712-2
  • Albrecht K, Callhoff J, Zink A. Langzeittrends in der rheumatologischen Versorgung Erfolge und Defizite im Spiegel von 25 Jahren rheumatologischer Kerndokumentation. Z Rheumatol. 2019 Oct;78(8):703-712. https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00393-019-0660-5
  • Callhoff J, Albrecht K, Hoffmann F, Poddubnyy D, Günther KP, Zink A. Versorgungswirklichkeit muskuloskeletaler Erkrankungen auf Bevölkerungsebene. Erkenntnisse aus dem Verbundprojekt PROCLAIR. Z Rheumatol. 2019 Oct;78(8):713-721.https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00393-019-0664-1
  • Callhoff J, Albrecht K, Redeker I, Lange T, Goronzy J, Günther KP, Zink A, Schmitt J, Saam J, Postler A. Disease burden of persons with osteoarthritis: results of a cross-sectional survey linked to claims data. Arthritis Care Res (Hoboken). 2019 Sep 3. doi: 10.1002/acr.24058. [Epub ahead of print]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31479193
  • Callhoff J, Dietrich T, Chubrieva M, Klotsche J, Zink A. A patient-reported questionnaire developed in a German early arthritis cohort to assess periodontitis in patients with rheumatoid arthritis. Arthritis Res Ther. 2019 Aug 29;21(1):197.https://arthritis-research.biomedcentral.com/articles/10.1186/s13075-019-1982-z
  • Luque Ramos A, Redeker I, Hoffmann F, Callhoff J, Zink A, Albrecht K. Comorbidities in Patients with Rheumatoid Arthritis and Their Association with Patient-reported Outcomes: Results of Claims Data Linked to Questionnaire Survey. J Rheumatol. 2019 Jun;46(6):564-571. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30647170
  • Callhoff J, Thiele K, Dörner T, Zink A, Richter JG, Henes J, Albrecht K. Trends in employment and hospitalisation in patients with Sjögren’s syndrome 1996-2016: results from the German National database. Clin Exp Rheumatol. 2019 May-Jun;37 Suppl 118(3):83-89. https://www.clinexprheumatol.org/abstract.asp?a=13940
  • Jacobs H, Callhoff J, Hoffmann F, Zink A, Albrecht K.
    Nichtmedikamentöse Versorgung der rheumatoiden Arthritis. Eine Analyse von Abrechnungsdaten und einer Versichertenbefragung (Projekt PROCLAIR).
    Z Rheumatol. 2019 Mar;78(2):119-126. https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00393-018-0567-6
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