Lange Nacht der Wissenschaften

Viele Krankheiten – eine Ursache: das Immunsystem
Wir sind stolz zu verkünden, dass 1.864 Gäste das DRFZ / MPI am 24. Juli 2017 bei der Langen Nacht der Wissenschaften besucht haben. Wir haben ein schönes rund-um-Programm zwischen 17.00 und 24.00 Uhr geboten – viele Gäste haben sich aktiv beteiligt und an den Aktivständen Wissenschaft “ausprobiert”. Auch die Institutsführung und die Vorträge der Wissenschaftler und Ärzte in den Seminarräumen waren gut besucht und spornen uns an, an der Vermittlung der Wissenschaft weiter zu arbeiten.
Wir danken allen Besuchern für ihr Interesse an unserer Arbeit!

Vielen Dank auch an die rund 50 DRFZ-Mitarbeiter, die sich bei der Langen Nacht der Wissenschaften im DRFZ eingefunden haben und den Abend zu dem gemacht haben, was er war.

Auch die Fachärzte der Rheumatologie Charité Mitte, dem Immanuel-Krankenhaus und der Schlosspark-Klinik danken wir für Ihren unermüdlichen Einsatz in der “Mobilen Entzündungs-Sprechstunde”.

Zur Langen Nacht der Wissenschaften brachte das DRFZ Experten der verschiedenen chronisch-entzündlichen Krankheiten wie Rheuma, Multiple Sklerose oder Allergien zusammen, um über neue Forschungsansätze und Therapien zu informieren. Wissenschaftler, Ärzte aus Kliniken und Praxen sowie Patienten-Organisationen gaben einen umfassenden Einblick in den aktuellen Wissenstand zu Rheuma und anderen entzündlichen Erkrankungen.

Mit einem Tropfen ihres eigenen Bluts, konnten Besucher ihre Zellen unter dem Mikroskop anschauen oder am Nachbarstand ihre eigene DNA isolieren und mitnehmen. Bei Führungen durch die Labore wurden neueste Arbeitsmethoden und Forschungsergebnisse vorgestellt.

Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie informierte spielerisch über Immunzellen – wie sie uns schützen oder warum sie krankmachen können. In Vorträgen wurden aktuelle Entwicklungen bei der Entzündungs- und Versorgungsforschung vorgestellt. „Warum das Immunsystem ein 2schneidiges Schwert ist“ erklärte z.B. anschaulich die Bedeutung des Immunsystems für den Menschen.

Ein Besuch im Neuro-Immunologie-Labor war zum ersten Mal im Programm des DRFZ. Dabei wurden schmerzfrei die feinen Strukturen im Auge, wie Blutgefäße oder Nerven untersucht. Mithilfe der „Optischen Kohärenztomographie“ (OCT) öffnete sich so quasi ein Fenster zum Gehirn.

Die Blutgefäße der Hände wurden mit dem Kapillarmikroskop untersucht und beim Gesundheitscheck wurden Blutwerte, Lungenvolumen und Zucker auf den Prüfstand gestellt. Am Ultraschallgerät warfen Fachärzte einen Blick auf die Gelenke der Gäste.

Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ erfuhren Betroffene und Angehörige Hintergründe über verschiedene rheumatologisch-bedingte Krankheitsbilder, erhielten Informationen zu Früherkennung, Bewegungsangebote, Therapiemöglichkeiten und Rehabilitation. Die Patientenorganisationen Deutsche Rheuma-Liga Berlin und die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V. stellten ihr Netzwerk zur Selbsthilfe vor.

Die nächste Lange Nacht der Wissenschaften findet am 9. Juni 2018 statt – wir werden dabei sein!
Fotos: Arne Sattler, Jacqueline Hirscher