
Avrion Mitchison Preis
Zu Ehren seines Gründungsdirektors Avrion Mitchison vergibt das DRFZ jährlich den Avrion Mitchison Preis an Nachwuchswissenschaftler:innen. Ausgezeichnet werden Pubilikationen oder Dissertationsarbeiten, die einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis und zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen leisten.
Der Avrion Mitchison Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Seit 2019 wird der Preis vom DRFZ gestiftet, zuvor wurde er von 1999 bis 2018 von der Schering Stiftung finanziert.
Die Preisverleihung findet im Herbst im Rahmen einer Veranstaltung zum Welt-Rheuma-Tag statt.
Über Avrion Mitchison

Avrion (Av) Mitchison (1928 – 2022) war ein britischer Biologe und Immunologe. Mit seinen Arbeiten zur immunologischen Toleranz, zur Immunregulation sowie zur Zusammenarbeit von T und B Lymphozyten hat er wesentlich zum Verständnis des Immunsystems beigetragen.
Von 1991 bis 1996 war er der erste Wissenschaftliche Direktor des damals neu gegründeten DRFZ. Er etablierte das Forschungsfeld Immunologie rheumatischer Erkrankungen, in dem verschiedene Arbeitsgruppen die Zellen und Mechanismen untersuchen, die der Entstehung und Aufrechterhaltung von rheumatischen Erkrankungen zugrunde liegen.
Mit seiner Forschung hat Avrion Mitchison nicht nur einen neuen Weg für die Erforschung von Autoimmunerkrankungen geebnet. Seine Erkenntnisse bildeten auch die Grundlage für neuartige, gezielte Therapieansätze, die darauf abzielen, die immunologische Selbsttoleranz wiederherzustellen und damit die Behandlung rheumatischer Erkrankungen nachhaltig zu verbessern.
Avrion Mitchison Preisträger
2024 und 2025 wurde der Avrion Mitchison Preis nicht ausgeschrieben
2023 Timo Rückert, Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin, ein Leibniz-Institut
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2022 Maria Dzamukova, Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin, ein Leibniz-Institut
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2021 Denise Beckmann, Institute of Musculoskelezal Medicine (IMM), University Hospital Münster
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2020
Richard Addo, Medigene AG, München
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Lennard Ostendorf, Charité – Universitätsmedizin Berlin und Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin
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2019 Anika Grüneboom und Stephan Culemann, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
2018 Quirin Hammer, Karolinska Institut, Stockholm, SE
2017 Rafael Leite Dantas, Universität Münster
2016 Corinna Wehmeyer, University of Brimingham, UK
2015 Christian Neumann und Caroline von Spee-Mayer, Charité – Universitätsmedizin Berlin und Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin
2014 Christine Schauer, Universität Erlangen-Nürnberg
2013 Dirk Baumjohann, University of California at San Francisco, US
2012 Stefan Uderhardt, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
2011 Anna-Barbara Stittrich, Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin
2010 Edda Schulz, Institut Curie, Paris, FR
2009
Inka Albrecht, Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin
Kai Kessenbrock, University of California at San Francisco, US
2008 Kirsten Neubert, Universität Erlangen
2007 Thomas Tiller, Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, Berlin
2006 Varsha Kumar, Universität Bern, CH
2005 Ute Wellman, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
2004
Bimba Franziska Hoyer, Charité – Universitätsmedizin Berlin und Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin
Bert Maier und David Schubert, Charité – Universitätsmedizin Berlin und Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin
2003 Anja E. Hauser, Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin
2002 Jochen Hühn und Joachim Lehmann
Charité – Universitätsmedizin Berlin und Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin
2001 Marcus Odendahl, Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin
2000
Max Löhning und Anne Richter, Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin
Verena Moos, Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin
1999 Carsten Bramlage, Thomas Häupl, Christian Kaps und Ute Ungethüm, Charité – Universitätsmedizin Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin
Hasinger Lecture
Die Albrecht Hasinger Lecture wurde von 1994 bis 2022 gemeinsam von DRFZ und der Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin organisiert. Jährlich wurde eine international anerkannte wissenschaftliche Persönlichkeit, die entscheidend zum Verständnis und zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen beigetragen hat, ans DRFZ eingeladen, um eine Vorlesung für die wissenschaftliche Community zu geben.
Die Hasinger Lecture fand zu Ehren von Albrecht Hasinger (1935-1994) statt. Als damaliger Staatssekretär im Gesundheitsministerium des Berliner Senats hat er die Gründung des DRFZ im Jahr 1988 entscheidend vorangetrieben. Damit leistete er nicht nur einen wichtigen Beitrag für den Wissenschaftsstandort Berlin, sondern setzte auch überregional Impulse für die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens – insbesondere in der Rheumatologie.
Albrecht Hasinger war von 1989 bis 1993 war der erste Stiftungsratspräsident des DRFZ.
Hasinger Lecturer
2022 Betty Diamond, Manhasset, NY, US
Innate immunity in neuroinflammation: the pivotal role of C1q?
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2021 Pierre Miossec, Lyon, FR
IL-17 from discovery to targeting. How a protein without much interest became a key target in inflammation?
Vortrag auf YouTube
2020 Chris Buckley, Oxford, UK
The implications of the human cell atlas for targeting fibroblasts in immune mediated inflammatory diseases
Vortrag auf YouTube
2019 Desirée van der Heijde, Leiden, NL
Outcome assessment in rheumatology: a personal journey
2018 Richard K. Burt, Chicago, US
The future of HSCT for Multiple sclerosis and systemic sclerosis
2017 Stefan Rose-John, Kiel, DE
The biology of Interleukin-6 and its role in autoimmunity
2016 Mary B. Goldring, New York, US
The elusive search for a target in osteoarthritis therapy: Lessons from in vitro and in vivo models
2015 Michael Dustin, Oxford, UK
Mechanisms of information transfer at immunological synapses
2014 Frank Luyten, Lueven, BE
Reconstruction of the Joint: from Development to Engineering
2013 Tom WJ Huizinga, Leiden, NL
Immunological features of the development of RA over time
2012 Mark Shlomchik, New Haven, US
Lupus Pathogenesis: B vs. DC and other NET Results
2011 Peter E. Lipsky, Charlottesville, US
Development of new therapeutics for rheumatic diseases
2010 Paul-Peter Tak, Amsterdam, NL
Rheumatoid arthritis: from pathogenesis towards prevention of immune-mediated inflammatory disease
2009 Cornelia Weyand, Stanford, CA, US
The Immune System in Rheumatoid Arthritis – In Need for Rejuvenation
2008 Steffen Gay, Zürich, CH
Epigenetics in Rheumatoid Arthritis
2007 Joachim R. Kalden, Erlangen, DE
Aspects on the pathogenesis of systemic lupus erythematodes
2006 Maxime Dougados, Paris, FR
It’s good to feel better but it’s better to feel good: the current approach of the evaluation of musculoskeletal disorders
2005 Martin Weigert, Chicago, IL, US
The pros and cons of receptor editing
2004 Lars Klareskog, Stockholm, SE
2003 Diane Mathis, Boston, MA, US
2002 Bevra Hahn, Los Angeles, CA, US
2001 Iain McInnes, Glasgow, UK
2000 Ferdinand C. Breedveld, Leiden, NL
1999 Auli Toivanen, Paavo Toivanen, Turku, FI
1998 Nathan J. Zvaifler, San Diego, CA, US
1997 Derrick Brewerton, Westminster, UK
1996 Eng M. Tan, La Jolla, CA, US
1995 Frank A. Wollheim, Lund, SE
1994 Peter H. Schur, Boston, MA, US










