Avrion Mitchison Preis 2019

Der diesjährige Avrion Mitchison Preis geht an Anika Grüneboom und Stephan Culemann von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Stephan Culemann (li) und Anika Grüneboom (re)

Dr. Anika Grüneboom und Stephan Culemann werden für ihre gemeinsame Arbeit zur Rolle von Makrophagen (spezielle Immunzellen) in rheumatischen Entzündungen ausgezeichnet. Bisher standen synoviale Makrophagen generell in Verdacht, zur Gelenksentzündung beizutragen. Die beiden Nachwuchswissenschaftler haben nun eine neue Untergruppe von Makrophagen beschrieben, die in gesunden Gelenken eine Membran bilden, die das Gelenk schützend ummantelt und Entzündungsreaktionen sogar eindämmen kann. Bei rheumatoider Arthritis jedoch scheint dieser Schutzmechanismus zu versagen: die Membran wird durchlässig für fehlerhaft aktivierte Immunzellen. Diese bisher unbekannte Diversität von synovialen Makrophagen könnte neue therapeutische Ansatzpunkte für die Behandlung chronisch-entzündlicher Erkrankungen bieten. Die Arbeit wurde im Fachmagazin “Nature” veröffentlicht.

Der Vortrag der Preisträger im Rahmen der Preisverleihung wird von Stephan Culemann in englischer Sprache gehalten. Der Vortragstitel lautet “Locally renewing resident synovial macrophages provide a protective barrier for the joint”.

Gäste sind gerne willkommen.

Veranstaltungsort:Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin, Foyer
Campus Charité Mitte
Charitéplatz 1 / Virchowweg 12
10117 Berlin

Kontakt: Katrin Moser, moser@drfz.de