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Strukturen des DRFZ

Gremien und Organigramm

Wissenschaftlicher Direktor

Prof. Dr. Andreas Radbruch

Andreas Radbruch ist für die inhaltliche Ausrichtung der biomedizinischen Forschung am DRFZ verantwortlich. Seit 1996 ist er Wissenschaftlicher Direktor des DRFZ, seit 1998 zudem Professor für Experimentelle Rheumatologie an der Medizinischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin (Charité).

Begonnen hat sein wissenschaftlicher Weg mit dem Studium der Biologie an den Universitäten Bonn und Köln, zunächst mit Arbeiten zur Isolierung von Antikörper-Klassenwechsel-Varianten und idiotypischen Varianten von Hybridomzelllinien sowie den zugrunde liegenden molekularen Mechanismen der somatischen Mutation. Anschließend konnte er erstmalig an aktivierten B-Zellen nachweisen, dass in vivo Antikörper-Klassenwechsel durch den physiologischen Mechanismus der Rekombination vollzogen werden. Andreas Radbruch konnte auch aufzeigen, dass der durch Rekombination erzeugte Klassenwechsel von bestimmten Zytokinen gesteuert wird und auf bestimmte Klassen gerichtet ist.

Seit seinem Wechsel ans DRFZ beschäftigt sich Andreas Radbruch mit der Regulation des Antikörper-Klassenwechsels, konkret der Regulation der Antikörperfunktion durch von T-Lymphozyten sezernierte Zytokine. Dieser Klassenwechsel ist ein wesentliches Element der Immunreaktion und spielt auch für die Entwicklung und molekulare Prägung des immunologischen Gedächtnisses, einem der vier heutigen Forschungsschwerpunkte von Andreas Radbruch, eine entscheidende Rolle. Weitere Forschungsschwerpunkte sind Autoimmunität, Entzündung und Immunpathologie, die Biologie von T- und B-Lymphozyten sowie Plasmazellen und die Entwicklung von Immuntechnologien wie Zytometrie und Zellsortierung.

In ihrer Forschung kombinieren die DRFZ-Wissenschaftler um Andreas Radbruch moderne Methoden der Genetik im Mausmodell mit zellbiologischen Methoden sowie systembiologischen Ansätzen, um die einzelnen Stellgrößen und ihr Zusammenspiel im komplexen Netzwerk aus Botenstoffen und Immunzellen zu entschlüsseln. Ein Meilenstein in der Forschung der letzten Jahre war der Nachweis, dass Plasmazellen im Knochenmark, anders als lange postuliert, sehr langlebig sind. Auch hierfür sind Zytokine wichtig, sie erhalten die Zellen am Leben.

Aktuell hat Andreas Radbruch zusammen mit einem Team von Wissenschaftlern ein „Advanced Grant“ des Europäischen Forschungsrates (European Research Council, ERC) über 2,5 Mio. Euro erhalten. Im Rahmen des 5-Jahres-Projektes IMMEMO (Protective and pathologic immunological memory and its organisation by stroma cells) kann damit die Forschung zum pathologischen immunologischen Gedächtnis vorangetrieben werden.

Andreas Radbruch pflegt darüber hinaus eine enge Kooperation mit ausgegründeten, selbstständigen Biotech-Firmen, in denen die im Rahmen der Forschungsprojekte entwickelten Technologien zur Zellsortierung und Transfektion weiterentwickelt werden, und mit einer Vielzahl von Kliniken, in denen diese Technologien in der klinischen Forschung Anwendung finden.

Andreas Radbruch hat über 200 Originalpublikationen und über 90 Übersichtsartikel verfasst bzw. mitverfasst. Er hält Patente und Patentanmeldungen und hat zahlreiche Stipendien und Preise erhalten.

Prof. Dr. Andreas Radbruch

Prof. Dr. Andreas Radbruch ©Gero Breloer

Kaufmännische Direktorin

Petra Starke

Kaufmännische Direktorin.

Seit ihrem Start als Diplomkauffrau am DRFZ hat sie das Institut über die Hürden der Anfangsphase, die Zeit der Zersplitterung im Berliner Stadtgebiet mit insgesamt 5 Standorten bis hin zum Einzug in den Institutsneubau im August 2000 und Eintritt in die Leibniz Gemeinschaft 2009 kaufmännisch begleitet.

Gemeinsam mit dem Wissenschaftlichen Direktor vertritt sie die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich. In Geschäften der laufenden Verwaltung kann die Kaufmännische Direktorin die Stiftung allein vertreten.

Zu ihrem Bereich gehören die Verwaltung sowie verschiedene Abteilungen der Infrastruktur.

Petra Starke

Petra Starke ©Guido Rottmann

Stellvertretende Wissenschaftliche Direktorin

Prof. Dr. Angela Zink

Prof. Dr. rer. pol. Angela Zink ist für die inhaltliche Ausrichtung der epidemiologischen Forschung am DRFZ verantwortlich. Sie leitet den Programmbereich Epidemiologie (früher: Forschungsbereich Epidemiologie) seit seiner Gründung im Jahr 1991. Seit 2003 ist sie außerdem Professorin für Rheuma-Epidemiologie an der Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie der Charité Universitätsmedizin Berlin. Sie ist seit 1997 stellvertretende wissenschaftliche Direktorin des DRFZ.
Angela Zink hat ihre epidemiologische Forschungstätigkeit am Bundesgesundheitsamt (heute Robert Koch-Institut) mit Untersuchungen zur Versorgung Rheumakranker begonnen. Danach hat sie Forschungsvorhaben zur Säuglingssterblichkeit, zu Kinderunfällen, zu kulturellen Determinanten des Krankheitserlebens und zur Evaluation neuer Versorgungsangebote für chronisch kranke Kinder durchgeführt. Sie hat den Studiengang „Medizinsoziologie für Soziologen“ an der Freien Universität Berlin mit gestaltet und ist seit vielen Jahren in der Medizinerausbildung in Sozialmedizin und Epidemiologie tätig.
Der Programmbereich Epidemiologie führt umfangreiche, langfristig angelegte Patientenkohorten mit rheumakranken Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, mit Hilfe derer Einflussfaktoren auf den Verlauf der Krankheiten, die Sicherheit und Wirksamkeit neuer Therapien unter Alltagsbedingungen sowie die Qualität und Bedarfsgerechtheit der Versorgung erforscht werden. Daneben wirkt der Programmbereich Epidemiologie an der Erprobung neuer Therapieverfahren durch randomisierte klinische Prüfungen in enger Kooperation mit den Rheumatologen der Charité mit. Das besondere Interesse der Forschungsarbeit gilt dem Zusammenspiel biologischer, klinischer und sozialer Faktoren, wie sie nur in einem breit aufgestellten interdisziplinären Team untersucht werden können.
Angela Zink hat 2001 eines der weltweit führenden Biologika-Register initiiert, in dem inzwischen fast 18.000 Patienten mit rheumatoider Arthritis beobachtet werden. Die Ergebnisse aus dieser Studie sowie aus Registern zu anderen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen des Kindes- und Erwachsenenalters schaffen eine solide Grundlage, um die Risiken und Chancen des breiten Einsatzes der neuen Therapien in der täglichen Praxis zu beurteilen und Klinikern Entscheidungshilfen an die Hand zu geben.
Angela Zink hat ca. 180 Originalpublikationen und 60 Übersichten und Buchbeiträge verfasst oder mitverfasst. Sie ist Mitglied im Beirat der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie, Mit-Herausgeberin der Zeitschrift für Rheumatologie, Sprecherin des Arbeitsbereichs Versorgungsforschung im Kompetenznetz Rheuma, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der europäischen Stiftung zur Forschungsförderung FOREUM und Mitglied im Preiskomitee der Leibniz-Gemeinschaft. Für ihre Forschungsarbeiten hat sie das Bundesverdienstkreuz, den rheo-Fortschrittspreis der Deutschen Rheuma-Liga, die Francois-Blondel-Medaille der Stadt Aachen sowie gemeinsam mit dem Team der Kerndokumentation die Kussmaul-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie erhalten.

Prof. Dr. rer. pol. Angela Zink

Prof. Dr. rer. pol. Angela Zink ©Jacqueline Hirscher

Stiftungsrat

Ständige Mitglieder

Prof. Dr. Andreas Krause
Immanuel-Krankenhaus GmbH, Berlin

Prof. Dr. Karl-Max Einhäupl
Vorstandvorsitzender der Charité – Universitätsmedizin, Berlin

Dr. Christina Pesavento
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Dr. Björn Maul
Senatskanzlei für Wissenschaft und Forschung, Berlin

Gewählte Mitglieder

Prof. Dr. Reinhold E. Schmidt,
Präsident seit 2018
Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Immunologie und Rheumatologie

Traudl Herrhausen,
Präsidentin bis 2017, aus dem Stiftungsrat ausgeschieden
Bad Homburg

Prof. Dr. Georg Stingl
Leiter der klin. Abt. für Immundermatologie und Infektiöse Hautkrankheiten, Allgemeines Krankenhaus–Universitätskliniken, Wien, Österreich

Prof. Dr. Elisabeth Märker-Hermann
Klinik für Innere Medizin IV der HSK Dr. Horst Schmidt Kliniken GmbH, Wiesbaden

Dr. Helmut Häuser
Willy Robert Pitzer Stiftung, Frankfurt/Main

Prof. Dr. Erika Gromnica-Ihle
Ehrenpräsidentin der Deutsche Rheuma-Liga, Berlin

Prof. Dr. Jörg Hacker
Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, Halle/Berlin

Botho von Portatius
Vorsitzender des Hochschulrates der Hochschule Fresenius, Universität für angewandte Wissenschaften, Idstein (seit 2018)

Wissenschaftlicher Beirat

Mitglieder

Der Wissenschaftliche Beirat hat die Aufgabe, den Stiftungsrat und den Vorstand in wissenschaftlichen Fragen zu beraten.

Der Wissenschaftliche Beirat besteht aus Wissenschaftlern, die in der Rheumaforschung und verwandten Grundlagenforschung international anerkannte Persönlichkeiten sind.

 

Prof. Stefan Meuer, Vorsitzender
Institut für Immunologie, Ruprecht-Karls Universität, Heidelberg

Prof. Johan Askling
Department of Medicine, Solna (MedS), Karolinska Institute, Stockholm, Schweden

Prof. John Isaacs
Institute of Cellular Medicine, Medical School, Newcastle University, United Kingdom

Prof. Frank Luyten, seit 2018
Department for Rheumatology K.U.Leuven, Campus Gasthuisberg, Leuven, Belgien

Prof. Vivianne Malmstroem, seit 2018
Department of Medicine, Karolinska-Institute, Stockholm, Schweden

Prof. Katja Simon, seit 2018
Nuffield Department of Medicine, University of Oxford, United Kingdom

Prof. Helen Foster, bis 2017
Institute of Cellular Medicine, Medical School, Newcastle University, Newcastle upon Tyne, United Kingdom

Prof. Iain McInnes, bis 2017
Institute of Immunology, Infection and Inflammation, College of Medical, Veterinary and Life Sciences, University of Glasgow, Scotland, United Kingdom

Prof. Brigitta Stockinger, bis 2017
The Francis Crick Institute, London, United Kingdom

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