Entzündlich-rheumatische Erkrankungen in Deutschland: Zahlen neu eingeordnet
1,8 Millionen Betroffene
Die Zahl der Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen in Deutschland bleibt mit 2,6% bzw. 1,8 Millionen Betroffenen hoch. Neu an der aktuellen Auswertung des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums (DRFZ), ein Leibniz-Institut, ist jedoch vor allem die bessere Einordnung der vorhandenen Daten: Dr. Katinka Albrecht und Dr. Johanna Callhoff haben deutsche Studien mit europäischen Daten abgeglichen und dabei auch die jeweilige Studienmethodik bewertet. Für die Versorgung bedeutet das: Die Zahlen liefern eine verlässlichere Grundlage für die Bedarfsplanung in der Rheumatologie – ein Modell, das auch andere europäische Länder nutzen können.
So konnte das Team bestehende Schätzungen für 11 rheumatische Erkrankungen präzisieren, wobei die häufigste Erkrankung die rheumatoide Arthritis mit einer Prävalenz von ca. 1% der erwachsenen Bevölkerung ist. Die neue Methodik macht die Daten auch besser vergleichbar. Das ist wichtig, weil manche deutsche Studien Diagnosen allein aus Abrechnungsdaten ableiten und dadurch die Häufigkeit einzelner Erkrankungen überschätzen können.
Die Studie wurde im Juli 2026 bei EULAR Rheumatology Open veröffentlicht.