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Projekte gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft – DFG

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist die zentrale Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft in Deutschland. Sie fördert Forschungsprojekte an Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen.

Die DFG unterstützt die Zusammenarbeit von Forschenden auf regionaler und überregionaler Ebene innerhalb Deutschlands. Sie fördert universitäre Forschungsnetzwerke mit einem multidisziplinären Forschungsprogramm, das sich auf ein Thema konzentriert (Sonderforschungsbereiche – SFBs und transregionale Sonderforschungsbereiche – TRRs). Außerdem gibt es deutschlandweite Kooperationsnetzwerke von einzelnen Forschenden, die interdisziplinär ein Thema bearbeiten (Schwerpunktprogramme – SPPs), klinische Forschergruppen – FOR, bei denen die klinische Forschung mit einem speziellen krankheits- oder patientenorientierten Forschungsschwerpunkt im Fokus steht und Gerätezentren zur Förderung der Einrichtung von Gerätezentren-Infrastrukturen, sogenannten Core-Facilities.

kick COVID - Eine prospektive Analyse der langfristigen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Wohlbefinden und die Gesundheitsversorgung von Kindern mit chronischen Krankheiten, die mit erhöhtem Risiko für schwere COVID-19 Verläufe einhergehen, und ihren Familien

Kick Covid – Die Corona-Pandemie hat zu Veränderungen in der medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen geführt. Eine besonders vulnerable Gruppe stellen Kinder und Jugendliche mit einer chronischen Erkrankung dar, da diese einerseits auf regelmäßige Gesundheitsdienstleistungen angewiesen, andererseits hinsichtlich eines schweren Verlaufes von COVID-19 besonders gefährdet sind. Welche kurz- und längerfristigen Folgen die Pandemie auf diese Gruppe hat, soll im Rahmen dieses Projekts bezogen auf Veränderungen der medizinischen Versorgung sowie der körperlichen und mentalen Gesundheit der Betroffenen interdisziplinär untersucht werden. Dabei konzentrieren wir uns auf Kinder und Jugendliche (im Alter bis zu 18 Jahren) mit den drei häufigen chronischen Erkrankungen Diabetes mellitus Typ 1, Adipositas und rheumatische Erkrankungen. Die Patienten und ihre Eltern sollen im Rahmen ihrer Teilnahme an den großen etablierten Patientenregistern (DPV,N=77.413; APV, N=124.130) bzw. Kerndokumentation Rheuma (N=14.000) prospektiv über den Verlauf eines Jahres zu ihrem körperlichen und mentalen Gesundheitszustand, ihrer Nutzung von Gesundheitsleistungen sowie ihrer COVID-19-bedingten Belastung befragt werden (Gesamterhebung). Dabei werden die bereits in den Registern etablierten ärztlich berichteten Gesundheitsparameter um Patientenangaben zur psychosozialen Situation sowie Corona-spezifische Fragen erweitert. Zudem sollen die psychosozialen Ressourcen und Risikowahrnehmungen von Kindern und ihren Eltern erfasst und deren Einfluss auf die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen sowie auf die körperliche und mentale Gesundheit der Kinder analysiert werden.
Das prospektive Design erlaubt die Analyse interindividuell unterschiedlicher Auswirkungen der Pandemie und deren Einflussfaktoren. Durch die Zugriffsmöglichkeit auf bereits vorliegende prospektiv erhobene Datensätze der drei Patientenregister können zudem Änderungen in der medizinischen Versorgung und im Gesundheitszustand der Kinder im Verlauf, d.h. vor und in der Pandemie, abgebildet werden.
Außerdem wird in einer Teilstichprobe eine erweiterte psychosoziale Befragung durchgeführt. Diese Stichprobe umfasst PatientInnen, die innerhalb eines Jahres zu Routineuntersuchungen erscheinen, bereits einer Teilnahme im Patientenregister und zusätzlich einer Zusatzbefragung zugestimmt haben. Bei Kindern unter 12 Jahren werden die Eltern befragt; ab 12 Jahren wird auch der Selbstbericht der Kinder erhoben.
Das Gesamtvorhaben der Projektgruppe zielt auf die Erfassung und Bewertung der Endpunkte medizinischer Betreuungssituationen, körperlicher und seelischer Gesundheit von Kindern und Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen sowie deren Interaktionen während der Pandemie ab. Damit können krankheitsspezifische Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten in den Auswirkungen der Pandemie auf die Versorgung und Gesundheit der Kinder ermittelt und Empfehlungen für die weitere Versorgungspraxis abgeleitet werden.

Ansprechpartner am DRFZ
Kirsten Minden

DFG SFB 1444 Gesteuerte zelluläre Selbstorganisation zur Verbesserung der Knochenregeneration

Der Sonderforschungsbereich SFB 1444 “Gesteuerte zelluläre Selbstorganisation zur Verbesserung der Knochenregeneration” hat zum Ziel, die Vorgänge bei der Knochenregeneration aufzuklären, insbesondere bei älteren Menschen, bei denen die Knochenheilung gestört ist. Die Knochenregeneration ist auch bei Menschen mit chronischen Entzündungen oder Stoffwechselstörungen verändert. Das Verständnis der zugrunde liegenden Prinzipien ist entscheidend für einen personalisierten Behandlungsansatz.

PIs am DRFZ
Andreas Diefenbach, Anja Hauser, Raluca Niesner, Julia Polansky, Antigoni Triantafyllopoulou

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FOR2165: Regeneration im Alter

Die Forschungsgruppe untersucht die Mechanismen der Regeneration von Knochen und Knorpel nach Schädigungen. Insbesondere die frühe Immunantwort und Wiederherstellung  der mechanischen Kompetenz im Hinblick auf ihre Veränderung im Alter stehen dabei  im Vordergrund. Im am DRFZ durchgeführten Teilprojekt 7 werden osteo-immunologische Interaktionen im Verlauf der Frakturheilung mit Hilfe von longitudinalem Intravital-Imaging analysiert.

PIs am DRFZ:
Anja Hauser und Raluca Niesner

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DFG SFB TRR 241 - Immun-Epithel-Kommunikation bei entzündlichen Darmerkrankungen

Die ätiologischen Hintergründe von entzündlichen Darmerkrankungen (IBD: Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) sind noch wenig verstanden, insbesondere die lokalen Zell-Zell-Interaktionen. Die treibende Hypothese hinter dieser neuen gemeinsamen Initiative ist, dass ein dysregulierter Signalaustausch zwischen dem Epithel und den Immunzellen und die daraus resultierenden Folgen zur Pathogenese von IBD beitragen.
Das DRFZ konzentriert sich darauf, wie der Crosstalk von intestinaler Mikrobiota und Immunzellen die intestinale Barrierefunktion beeinflussen kann und wie Mechanismen des angeborenen Immunsystems Entzündungen initiieren oder im Gegensatz dazu zu epithelialem Schutz und Barrierereparatur führen können.

PIs am DRFZ
Hyun-Dong Chang, Andreas Diefenbach, Ahmed Hegazy, Andrey Kruglov, Andreas Radbruch, Chiara Romagnani, Antigoni Triantafyllopoulou

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DFG SPP 1937 Innate Lymphoid Cells

Das DFG-Schwerpunktprogramm SPP 1937 Innate Lymphoid Cells ist ein nationales, interdisziplinäres Schwerpunktprogramm zur strukturierten Förderung von Forschergruppen, die gemeinsam auf dem neuen Wissenschaftsgebiet der Innate Lymphoid Cells (ILCs) forschen.

ILCs sind eine erst kürzlich entdeckte Gruppe von Lymphozyten des angeborenen Immunsystems. Sie sind wichtige Effektorzellen bei der Immunabwehr von Infektionen und Tumoren. Sie sind aber auch an der Pathogenese verschiedener entzündlicher Erkrankungen wie chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, rheumatoider Arthritis etc. beteiligt.

Inzwischen ist auch bekannt, dass ILCs gewebsresidente Zellen sind, die die Biologie verschiedener Organe und Gewebe stark beeinflussen.

Drei Arbeitsgruppen am DRFZ untersuchen die Interaktion zwischen ILCs und dem umgebenden Gewebe, um ein Verständnis für die Entstehung chronisch entzündlicher Erkrankungen zu gewinnen.

PIs am DRFZ:
Andreas Diefenbach, Chiara Romagnani, Anja Hauser

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DFG TRR 130 - B-Zellen: Immunität und Autoimmunität

Ziel SFB/Transregio B-Zellen: Immunität und Autoimmunität ist es, ein besseres Verständnis der Rolle von B-Lymphozyten bei physiologischen Immunreaktionen sowie bei chronisch entzündlichen Erkrankungen zu erlangen.

Das DRFZ trägt hier besonders mit seiner Expertise auf dem Gebiet der Gedächtnis-B-Lymphozyten, insbesondere der Gedächtnis-Plasmazellen bei. Der biomedizinische und klinische Kontext steht im Vordergrund. Außerdem stellt es wichtige Technologien zur Analyse von Einzelzellen und Zellen im Gewebe zur Verfügung, d.h. Durchflusszytometrie und intravitale Mikroskopie.

PIs am DRFZ:
Andreas Radbruch (Co-Sprecher), Hyun-Dong Chang, Thomas Dörner, Henrik Mei, Anja Hauser, Falk Hiepe/Tobias Alexander, Mir-Farzin Mashreghi, Raluca Niesner, Margita Worm

Webseite

Ausgelaufene Projekte in 2020

GERMANET: Deutsches Netzwerk für Massenzytometrie

Die Massenzytometrie (CyTOF-Technologie) ist eine neue Technologie, die die Komplexität zellulärer Systeme in nie dagewesener Detailtiefe erfasst und bedeutende Beiträge in der biomedizinischen Diagnostik und Forschung verspricht. Das DRFZ initiierte den Aufbau des bundesweiten Deutschen Massenzytometrie-Netzwerks GERMANET für die Massenzytometrie in Deutschland: Ziel ist es, die Expertise aller deutschen Massenzytometrie-Zentren zu bündeln.

PI am DRFZ:

Henrik Mei

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