Erfolgreiche Evaluierung des DRFZ
Die Leibniz-Gemeinschaft empfiehlt die weitere Förderung des DRFZ
Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft empfiehlt in seiner Stellungnahme zur Evaluierung des DRFZ, die gemeinsame Finanzierung des Instituts durch Bund und Länder fortzusetzen. Grundlage der Empfehlung ist eine umfassende zweitägige Vor-Ort-Evaluierung im Oktober 2025.
In der Stellungnahme wurde das sehr hohe Niveau der vom DRFZ erzielten wissenschaftlichen Ergebnisse hervorgehoben, wobei die Mehrheit der Forschungsgruppen die Bewertungen „ausgezeichnet“ oder „sehr gut bis ausgezeichnet“ erhielt.
Die etablierte wissenschaftliche Expertise in der Plasma- und B-Zell-Biologie, die zu Behandlungsstrategien für Autoimmunerkrankungen geführt hat, wurde ebenso gewürdigt wie neuere Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Systemimmunologie. Darüber hinaus wurden technologische Entwicklungen für ihre große klinische Relevanz für nicht-invasive Diagnoseansätze und personalisierte Therapien gelobt. Der Senat betonte zudem die wesentliche Rolle der epidemiologischen Forschung des DRFZ als Grundlage für klinische Leitlinien und die Patient:innenversorgung und wies darauf hin, dass sich künftige Bemühungen auf eine noch engere Zusammenarbeit zwischen epidemiologischen und biomedizinischen Forschungsgruppen konzentrieren sollten.
Zudem betonten die Gutachter:innen die technologischen Kapazitäten des Instituts und insbesondere die Bedeutung der fünf Technologieplattformen, die den Forschungsgruppen unverzichtbare fachkundige analytische Dienstleistungen zur Verfügung stellen. Darüber hinaus wies der Senat auf das erhebliche Potenzial der jüngsten Partnerschaft mit dem Zuse-Institut Berlin (ZIB) im Bereich der künstlichen Intelligenz hin.
Der Bericht würdigte zudem die wissenschaftliche Entwicklung des DRFZ, hob die langjährige Leitung durch Andreas Radbruch (1996–2023) hervor und lobte die ambitionierte „Lab-in-a-Loop“-Vision, die vom derzeitigen wissenschaftlichen Direktor Eicke Latz eingeführt wurde. Der Senat betonte, dass die Leitung ein „vielversprechendes strategisches Konzept vorantreibt, das auf Präventionsstrategien und personalisierte Behandlungen für rheumatische Erkrankungen abzielt“ und durch hervorragende administrative Rahmenbedingungen unterstützt wird.
Ein Eckpfeiler des Erfolgs des Instituts bleibt sein „Liaison-Gruppen-Konzept“. Das Begutachtungsgremium beschrieb es als eine „gut umgesetzte Struktur, die die Forschung zu immunologischen Mechanismen mit der klinischen Umsetzung verbindet“ und stellte fest, dass die Forscher:innen über verschiedene Zugehörigkeiten hinweg eng zusammenarbeiten, um qualitativ hochwertige Ergebnisse für die Behandlung rheumatischer Erkrankungen zu erzielen.
Als Reaktion auf den Evaluierungsbericht bedankte sich das DRFZ bei der Begutachtungskommission: „Der Bericht bestätigt unser strategisches Ziel, von einem symptomorientierten hin zu einem mechanistischen Verständnis rheumatischer Erkrankungen zu gelangen und die Erkenntnisse in personalisierte, potenziell heilende Therapien zu überführen. Die Leitung des DRFZ wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, die im Bericht benannten Stärken zu wahren und weiterzuentwickeln.“
Evaluierung durch die Leibniz-Gemeinschaft
Alle Leibniz-Einrichtungen werden im siebenjährigen Turnus vom Senat der Leibniz-Gemeinschaft evaluiert, um sicherzustellen, dass sie weiterhin höchsten wissenschaftlichen Standards genügen. Die Förderempfehlungen des Senats werden anschließend von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) geprüft, die über die Voraussetzungen für die Fortsetzung der gemeinsamen institutionellen Förderung entscheidet.